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Wer in Österreich Human- oder Zahnmedizin studieren will, kommt am MedAT nicht vorbei. Der Test entscheidet über die Aufnahme an den öffentlichen Medizin-Standorten und ist durch die hohe Zahl an Bewerbern ein echtes Auswahlverfahren. Für 2026/27 stehen 1.950 Studienplätze 16.880 Anmeldungen gegenüber – wer den MedAT schreibt, sollte also nicht nur den Stoff beherrschen, sondern auch Aufbau, Fristen und Bewertung genau kennen.
Überblick: MedAT
- Der MedAT ist der zentrale Aufnahmetest für Humanmedizin in Wien, Innsbruck, Graz und Linz sowie für Zahnmedizin in Wien, Innsbruck und Graz.
- Für das Studienjahr 2026/27 gibt es beim MedAT insgesamt 1.950 Studienplätze; gleichzeitig wurden 16.880 verbindliche Anmeldungen gezählt.
- Für den MedAT 2026 lief die Anmeldung vom 2. bis 31. März 2026, der Test findet am 3. Juli 2026 statt, die Ergebnisse folgen in Kalenderwoche 32.
- Der MedAT-H und der MedAT-Z bestehen aus vier Testteilen; bei Zahnmedizin ersetzen manuelle Fertigkeiten das Textverständnis und das Erkennen von Implikationen.
- Für die MedAT-Vorbereitung sind die offiziellen Unterlagen im VMC die wichtigste Basis; die Universitäten empfehlen keine kommerziellen Kurse.
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Was ist der MedAT?
Der MedAT ist ein standardisierter Aufnahmetest, den die Medizinischen Universitäten Wien, Innsbruck und Graz gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät der JKU Linz durchführen. Humanmedizin wird an allen vier Standorten angeboten, Zahnmedizin nur in Wien, Innsbruck und Graz. Das Ergebnis gilt immer nur für den gewählten Studienort, das gewählte Studium und das jeweilige Studienjahr.
Wichtig ist: Über den Studienplatz entscheiden nicht Schulnoten oder Maturaergebnisse, sondern ausschließlich das Ergebnis im MedAT. Der Test findet einmal pro Jahr und österreichweit am selben Tag statt. Auch der MedAT selbst sowie die offiziellen Vorbereitungsunterlagen sind auf Deutsch ausgelegt; für die Zulassung ist Deutsch auf C1-Niveau erforderlich.
MedAT 2026: Termine, Anmeldung und Voraussetzungen
Für den MedAT 2026 lief die Internet-Anmeldung samt Bezahlung der Kostenbeteiligung von 2. März bis 31. März 2026. Der MedAT findet am 3. Juli 2026 statt, die Veröffentlichung der Ergebnisse ist für Kalenderwoche 32 vorgesehen. Eine Teilnahme ist nur mit gültiger Online-Anmeldung und fristgerechter Zahlung der Gebühr von 110 Euro möglich.
Am MedAT darf teilnehmen, wer sich in der letzten Schulstufe befindet oder bereits ein Reife- bzw. Maturazeugnis besitzt. Die Matura muss also nicht schon am Testtag vorliegen, wohl aber rechtzeitig zur späteren Zulassung. Latein ist keine Voraussetzung für die Teilnahme; eine allfällige Zusatzprüfung wird erst im Studium relevant. Wer den MedAT wiederholen will, muss sich im nächsten Jahr neu anmelden.
So ist der MedAT aufgebaut
Der MedAT ist klar strukturiert und prüft verschiedene Fähigkeiten, die für das Medizinstudium entscheidend sind. Neben Fachwissen stehen auch kognitive Fähigkeiten und soziale Kompetenzen im Fokus, sodass ein ganzheitliches Eignungsprofil entsteht.
MedAT-H für Humanmedizin
Der MedAT-H besteht aus vier Bereichen: Basiskenntnistest Medizinische Studien, Textverständnis, Kognitive Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie Sozial-emotionale Kompetenzen. In die Gesamtwertung fließen BMS und KFF jeweils mit 40 Prozent ein, Textverständnis und SEK mit je 10 Prozent. Im BMS werden schulische Grundlagen aus Biologie, Chemie, Physik und Mathematik geprüft; im KFF geht es unter anderem um Zahlenfolgen, Figuren zusammensetzen, Wortflüssigkeit, Gedächtnis und Implikationen erkennen.
MedAT-Z für Zahnmedizin
Der MedAT-Z ist ähnlich aufgebaut, setzt aber andere Schwerpunkte. Statt Textverständnis und Implikationen erkennen werden für Zahnmedizin manuelle Fertigkeiten getestet, konkret Drahtbiegen und Formen spiegeln. Die Gewichtung lautet hier: BMS 40 Prozent, manuelle Fertigkeiten 20 Prozent, KFF 30 Prozent und SEK 10 Prozent. Für Zahnmedizin zählt also neben Wissen und Kognition auch die feinmotorische Eignung.
So läuft der MedAT ab
Der MedAT ist kein kurzer Wissenstest, sondern ein ganzer Prüfungstag. Für 2026 ist der Zeitraum laut offizieller Information mit etwa 8 bis 17 Uhr angesetzt. Die persönliche Einladung erhalten Bewerber je nach Standort ungefähr zwei Wochen vor dem Testtag im Account oder per E-Mail. Eine Online-Teilnahme gibt es beim MedAT nicht. Hilfsmittel wie Taschenrechner oder eigenes Papier sind ebenfalls nicht erlaubt.
Entscheidend ist nicht irgendein fixer Vorjahreswert, sondern die Rangliste. An jedem Standort werden die Bewerber nach Gesamtwert gereiht; in Humanmedizin greifen zusätzlich Kontingente, während in Zahnmedizin die Vergabe direkt nach Gesamtwert erfolgt. Ein vorher bekannter Cut-off existiert nicht. Das Ergebnis gilt außerdem nicht automatisch für andere Standorte oder das nächste Jahr.
MedAT: So gelingt die Vorbereitung
Die beste Basis für die MedAT-Vorbereitung sind die offiziellen, kostenlosen Unterlagen im VMC sowie die Erklärvideos auf medizinstudieren.at. Die Universitäten bieten selbst keine kostenpflichtigen Kurse an, empfehlen keine kommerziellen Lernunterlagen und distanzieren sich ausdrücklich von nicht autorisierten Angeboten. Wer den MedAT ernsthaft vorbereiten will, sollte deshalb zuerst mit dem offiziellen Material arbeiten.
Für den BMS reicht schulisches Niveau: Die Universitäten empfehlen ausdrücklich, die VMC-Stichwortlisten mit Schulbüchern zu erarbeiten. Entscheidend ist, sich intensiv mit den Inhalten des MedAT auseinanderzusetzen und die typischen Aufgabenformate wiederholt zu üben. Wer sich für Zahnmedizin bewirbt, sollte außerdem die manuellen Fertigkeiten gezielt trainieren. Weil die Konkurrenz hoch ist, kann ein realistischer Plan B helfen, den Druck zu senken.
Unterstützung durch Agenturen
Anzeige: Wer den Weg Medizinstudium im Ausland gehen möchte, kämpft oft mit einem Dschungel aus Bewerbungsportalen, Sprachtests, Aufnahmeprüfungen und Behördengängen. Hier können spezialisierte Agenturen unterstützen, die sich ausschließlich auf das Medizinstudium im Ausland konzentrieren.
Ein Beispiel ist der Anbieter futuredoctor:
Er liefert einen ersten Überblick über geeignete Länder und Universitäten, bietet Hilfe bei der Auswahl passender Hochschulen sowie Begleitung zu Informations- oder Besichtigungsterminen vor Ort. Außerdem erhält man dort Unterstützung bei der Bewerbung und Aufnahmeprüfungen und Hilfe bei Wohnungssuche, Einschreibung und Behördengängen im Gastland.
Solche Dienstleister verfügen meist über ein gewachsenes Netzwerk und Erfahrung mit typischen Stolpersteinen beim Medizinstudium im Ausland. Das kann den Einstieg spürbar erleichtern – ersetzt aber nicht die eigene gründliche Recherche und Entscheidung.
Häufige Fragen
- Wann findet der MedAT statt?
- Wie oft kann man den MedAT machen?
- Welche Unterlagen sind für den MedAT am wichtigsten?
Der MedAT findet jährlich – in der Regel im Juli – statt.
Den MedAT kann man grundsätzlich wiederholen. Wer den MedAT noch einmal ablegen will, muss sich jedoch in jedem Jahr neu anmelden und die Kostenbeteiligung erneut fristgerecht bezahlen.
Für den MedAT sind die offiziellen, kostenlosen Unterlagen im VMC am wichtigsten. Die Medizinischen Universitäten stellen dort Material zum MedAT bereit und empfehlen keine kommerziellen Kurse oder Lernpakete.




