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Medi-Karriere Magazin ELGA: Die elektronische Gesundheitsakte in Österreich

ELGA: Die elektronische Gesundheitsakte in Österreich

ELGA: Die elektronische Gesundheitsakte in Österreich

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist ELGA?
  2. Wer kann ELGA nutzen?
  3. Welche Services bietet die Elektronische Patientenakte?
  4. ELGA-Anmeldung Schritt für Schritt erklärt
  5. Kann ich mich von der digitalen Akte abmelden?
  6. Vor- und Nachteile der ELGA
  7. Digitale Gesundheitsanwendungen in der Zukunft
  8. Passende Jobs im Gesundheitswesen

Die Elektronische Gesundheitsakte ELGA ist im Gesundheitstelematikgesetz 2012 (GTelG2012) geregelt und seit dem 1. Jänner 2013 in Kraft. Im Mai 2025 wurde der Service deutlich ausgebaut. Als digitale Gesundheitsanwendung für alle Österreicher erleichtert sie Patienten und Gesundheitsdienstanbietern den Zugang zu Gesundheitsdaten, und verbessert somit den Informationsfluss zwischen den Teilnehmern einer Behandlungskette, um Patienten optimal zu betreuen. Mit 377 teilnehmenden Kranken- und Pflegeeinrichtungen und über 90 Millionen elektronischen Befunden ist ELGA in Österreich inzwischen praktisch flächendeckend aktiv.

Das Wichtigste in Kürze

  • ELGA ist die österreichische elektronische Gesundheitsakte und vernetzt Gesundheitsdaten wie Entlassungsbriefe, Labor- und Röntgenbefunde sowie Medikationsdaten zwischen Krankenhäusern, niedergelassenen Ärzten, Pflegeeinrichtungen und Apotheken.
  • Sie ist ein gemeinsames Informationssystem von Bund, Ländern und Sozialversicherung und soll den Informationsfluss im Gesundheitswesen verbessern.
  • Über ELGA können Patienten ihre eigenen Gesundheitsdaten elektronisch einsehen. Eine Abmeldung von ELGA (Opt‑out) ist jederzeit möglich.
  • Zu den wichtigsten Services zählen eBefunde und eMedikation.

    Inhaltsverzeichnis

    1. Was ist ELGA?
    2. Wer kann ELGA nutzen?
    3. Welche Services bietet die Elektronische Patientenakte?
    4. ELGA-Anmeldung Schritt für Schritt erklärt
    5. Kann ich mich von der digitalen Akte abmelden?
    6. Vor- und Nachteile der ELGA
    7. Digitale Gesundheitsanwendungen in der Zukunft
    8. Passende Jobs im Gesundheitswesen

    Was ist ELGA?

    Österreichs elektronische Gesundheitsakte ELGA ist ein gemeinsames Informationssystem des Bundes, der Länder und der Sozialversicherung in Österreich, das die elektronische Vernetzung der Gesundheitsdaten aller teilnehmender österreichischen Bürger sicherstellen will. Sie speichert Gesundheitsdaten wie ärztliche und pflegerische Entlassungsbriefe, Labor- und Röntgenbefunde, sowie Medikamentenlisten und teilt diese nach Erlaubnis der betroffenen Patienten mit ausgewählten Gesundheitsdienstanbietern. Außerdem ermöglicht sie es den Patienten, ihre Gesundheitsdaten jederzeit elektronisch einzusehen und zu verwalten.

    Wer kann ELGA nutzen?

    Neben dem Patienten selbst dürfen auch bestimmte Gesundheitsdienstanbieter auf die Gesundheitsdaten der digitalen Patientenakte zugreifen. Zu diesen zählen:

    • Krankenanstalten
    • Einrichtungen der mobilen und stationären Pflege
    • Ärzte und Zahnärzte, ausgenommen Ärzte im Dienst der Sozialversicherung oder anderen Versicherungen, mit behördlichen Aufgaben oder bei der Musterung
    • Apotheken

    Diese Gesundheitsdienstanbieter dürfen die Daten nur nutzen, wenn der Patient aktuell bei diesen in Behandlung ist, wenn der Patient die Weitergabe der Daten an diese spezifischen Gesundheitsdienstanbieter autorisiert und der Teilnahme an ELGA grundsätzlich nicht widersprochen hat.

    Wie lange haben Fachkräfte im Gesundheitswesen Zugriff auf die Daten?

    Niedergelassene Ärzte, Kranken- und Pflegeeinrichtungen haben 90 Tage lang Zugriff auf die gesamten ELGA-Daten. Apotheker hingegen können nur 28 Tage und auch nur auf die eMedikation zugreifen. Ihr Datenzugriff ist also beschränkt.

    ELGA für Ärzte, Pfleger und Apotheker

    ELGA kann in der medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Behandlung und Betreuung durch einen besseren Informationsfluss unterstützen – vor allem dann, wenn mehrere Beteiligte zusammenarbeiten. Der zentrale Vorteil für Ärzte liegt im unmittelbaren Zugriff auf die Krankengeschichte eines Patienten – ohne Papierberge und Wartezeiten. Pflegefachkräfte profitieren ebenso von diesem zentralen Zugriff auf die Patientendaten. Denn wenn sie einen Patienten in einer Pflegeeinrichtung aufnehmen stehen sofort ärztliche und pflegerische Entlassungsbriefe aus Krankenhäusern zur Verfügung. Das erleichtert die Übergabe und Weiterversorgung erheblich.

    Auch Apotheker profitieren von ELGA. Beim Einlösen eines Rezepts kann die Apotheke die gesamte aktuelle Medikationsliste des Patienten einsehen und auf mögliche Wechselwirkungen prüfen. Auch nicht-rezeptpflichtige Medikamente, die der Patient selbst kauft, können in der eMedikation vermerkt werden, damit andere Behandler ein vollständiges Bild haben.

    Welche Services bietet die Elektronische Patientenakte?

    Zu den Daten, die über die elektronische Gesundheitsakte verfügbar gemacht werden, gehören die eBefunde und die eMedikation. Unter eBefunde versteht man Entlassungsbriefe, Laborbefunde und radiologische Befunde. Unter eMedikation fallen von Ärzten verordnete und in der Apotheke abgegebene Medikamente, sowie die noch offenen Rezepte und nicht-rezeptpflichtige Medikamente, die Wechselwirkungen auslösen können. Ältere Befunde, die vor dem Start der digitalen Akte entstanden sind, sind hingegen nicht in ELGA verfügbar.

    ELGA-Serviceline für Gesundheitsdiensteanbieter

    Gesundheitsdiensteanbeiter erreichen die ELGA-Serviceline on Montag bis Freitag zwischen 7:00 und 17:00 Uhr unter der Telefonnummer 050 124 4422 und unter der E-Mail support@elga-serviceline.at.

    ELGA-Anmeldung Schritt für Schritt erklärt

    Grundsätzlich sind alle österreichischen Bürger ELGA-Teilnehmer. Die Anmeldung zu ELGA ist denkbar einfach:

    1. Über das ELGA-Portal kannst Du Dich mittels Deiner ID Austria einloggen und direkt Einsicht in ihre eigenen Gesundheitsdaten nehmen.
    2. Patienten ohne ID Austria müssen sich an die Ombudsstelle wenden, um sich einloggen zu können. In diesem Fall benötigt die Ombudsstelle einen vollständig ausgefüllten Antrag zur ELGA-Teilnahme und eine Kopie des amtlichen Lichtbildausweises. Eine Übermittlung dieser Unterlagen kann ausschließlich postalisch oder persönlich erfolgen.

    Hier geht es direkt zum ELGA-Log-In

    Kann ich mich von der digitalen Akte abmelden?

    Eine Abmeldung (oder auch Wiederanmeldung) von ELGA muss elektronisch oder schriftlich erfolgen und kann entweder eine generelle Abmeldung vom Portal (generelles Opt-Out) oder auch nur einzelne Teilbereiche oder Funktionen (wie eBefund und eMedikation) beinhalten. Eine Abmeldung bewirkt indessen keine Abmeldung vom elektronischen Impfpass! Die Willenserklärung zur Teilnahme kann entweder über das ELGA-Portal vorgenommen oder schriftlich der Widerspruchsstelle übermittelt werden. Bei Problemen oder Beratungsbedarf können die ELGA-Ombudsstellen helfen, die dezentral in allen Bundesländern eingerichtet sind.

    ELGA-Serviceline für Bürger

    Die ELGA-Serviceline erreichst Du von Montag bis Freitag zwischen 7:00 und 17:00 Uhr unter der Telefonnummer 050 124 4411 und unter der E-Mail info@elga-serviceline.at. Sie bietet allgemeine Informationen zu ELGA, berät aber auch in Bezug auf die Möglichkeiten des Widerspruchs.

    Vor- und Nachteile der ELGA

    Die ELGA bietet Patienten und Gesundheitsdienstanbietern einige offenkundige Vorteile. Waren Patienten bisher häufig selbst die „Informationsträger“ der eigenen Gesundheitsdaten, indem sie verschiedenste Unterlagen zu diversen Ärzten, Pflegediensten oder Gesundheitseinrichtungen mitbringen mussten, so kann dies nun zeitsparend am Computer orts- und zeitabhängig eingesehen werden.

    Dies erspart eine zeitaufwendige Dokumentenverwaltung und ermöglicht dem behandelnden Arzt einen umfassenderen und vollständigeren Einblick in die Krankenakte. So werden unnötige Mehrfachuntersuchungen und die damit verbundenen Belastungen, Wartezeiten, Wege und Kosten vermieden.

    Digitale Gesundheitsanwendungen in der Zukunft

    Digitale Gesundheitsanwendungen wie die ELGA sind in der heutigen Zeit Pioniere des Gesundheitssystems. Einerseits werden sie als Problemlösungen wahrgenommen, die den knappen Ressourcen in der Gesundheitsversorgung entgegenwirken und dem Patienten eine selbstbestimmte Rolle bei der Gestaltung seines Behandlungsprozesses einräumen. Andererseits verursachen sie – vor allem bei der Einführung – hohe Kosten. Ob diese den Nutzen langfristig aufwiegen kann nur die Zukunft zeigen. Die Tendenz einer zunehmenden Digitalisierung des Gesundheitswesens bleibt bestehen.

    Übrigens: In Tirol wurde nun der erste vollständig durch eine KI erstellte Entlassungsbrief ausgestellt.

    Passende Jobs im Gesundheitswesen

    Passende Jobs im Gesundheitswesen findet man auf Medi-Karriere. Hier gibt es Jobs als DGKP, Stellenangebote in der Pflege, Stellen in der Therapie und viele weitere.

    Häufige Fragen

    1. Wie bekomme ich Zugang zu ELGA?
    2. ELGA-Teilnehmer können direkt über das ELGA-Portal Einsicht in ihre eigenen Gesundheitsdaten nehmen. Hierfür benötigst Du nur Deine ID Austria. Wenn Du keine hast, kannst Du Dich an eine ELGA-Ombudstelle wenden.

    3. Welche Befunde sind in ELGA gelistet?
    4. In der elektronischen Gesundheitsakte finden sich ärztliche und pflegerische Entlassungsbriefe nach stationärem Aufenthalt, radiologische Befunde, Laborbefunde, Ambulanzbefunde oder Telemonitoring-Episodenberichte.

    5. Ist ELGA verpflichtend?
    6. Die Nutzung der Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) in Österreich wird für Gesundheitsdienstleister ab 2025 / 2026 umfassend verpflichtend. Seit dem 1. Juli 2025 müssen Labor- und Radiologiebefunde verpflichtend eingespielt werden. Seit dem 1. Jänner 2026 sind auch Wahlärzte zur Nutzung von e-Card, e-Medikation und ELGA verpflichtet, inklusive des elektronischen Impfpasses.

    7. Wie kann ich meine ELGA-Daten einsehen?
    8. Du kannst die Daten deiner elektronischen Gesundheitsakte in der App Deiner Krankenkasse oder online über den Computer einsehen und verwalten.

    9. Kann ich mich von ELGA abmelden?
    10. Die Abmeldung von ELGA ist jederzeit elektronisch über das Gesundheitsportal mit ID Austria oder postalisch möglich. Es entstehen keine Nachteile bei der medizinischen Versorgung.

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    Quellen
    1. Gesundheit.gv.at, “Elektronische Gesundheitsakte (ELGA)”, https://www.gesundheit.gv.at/... (Abrufdatum: 13.03.2026)
    2. Sozialversicherung, “ELGA – Die elektronische Gesundheitsakte”, https://www.sozialversicherung.at/... (Abrufdatum: 13.03.2026)
    3. Sozialministerium, “ELGA”, https://www.sozialministerium.at/... (Abrufdatum: 13.03.2026)
    4. ELGA, “ELGA im Überblick”, https://www.elga.gv.at/... (Abrufdatum: 13.03.2026)
    Medizinische und Rechtliche Hinweise
    Wichtiger rechtlicher Hinweis für diesen Artikel
    Redaktion
    Frederic Schwarz
    Frederic Schwarz
    Redakteur
    Zuletzt aktualisiert: 17.03.2026

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