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Medi-Karriere Magazin Medizinstudium in Estland

Medizinstudium in Estland: Zulassung, Kosten und Anerkennung

Medizinstudium in Estland: Zulassung, Kosten und Anerkennung

Inhaltsverzeichnis

  1. Warum Estland?
  2. Die Universität Tartu
  3. Studienstruktur
  4. Zulassungsvoraussetzungen
  5. Kosten
  6. Sprache
  7. Leben in Tartu
  8. Vergleich
  9. Fazit
  10. Unterstützung durch Agenturen

Der Traum vom Arztberuf scheitert in Österreich für viele junge Menschen nicht am Talent, sondern an den begrenzten Studienplätzen und dem harten Aufnahmeverfahren über den MedAT. Wer dennoch Medizin studieren möchte, wirft zunehmend einen Blick über die Landesgrenzen hinaus – und landet dabei auch in Estland. Das kleine baltische EU-Land bietet mit der renommierten Universität Tartu eine international anerkannte Medizinausbildung auf Englisch an, ganz ohne den Druck eines Numerus Clausus.

Dieser Artikel erklärt alles, was Du über das Medizinstudium in Estland wissen musst: von den Zulassungsvoraussetzungen über Studienstruktur und Kosten bis hin zur Anerkennung deines Abschlusses in Österreich und der EU.

Inhaltsverzeichnis

  1. Warum Estland?
  2. Die Universität Tartu
  3. Studienstruktur
  4. Zulassungsvoraussetzungen
  5. Kosten
  6. Sprache
  7. Leben in Tartu
  8. Vergleich
  9. Fazit
  10. Unterstützung durch Agenturen

Warum Estland? Gründe für ein Medizinstudium im EU-Ausland

Immer mehr österreichische Studierende wählen den Weg ins EU-Ausland, wenn es mit dem Studienplatz in daheim nicht klappt. Neben den klassischen Zielen wie Ungarn, Tschechien oder der Slowakei gewinnt Estland zunehmend an Beliebtheit – und das aus guten Gründen.

Als Mitglied der Europäischen Union unterliegt Estland den gemeinsamen Standards für Hochschulbildung und Berufsanerkennung. Das bedeutet für Dich als österreichischer Staatsbürger: Dein Abschluss wird automatisch in Österreich, Deutschland und allen anderen EU-Staaten anerkannt – ohne zusätzliche Nostrifizierungsprüfungen. Das verschafft Dir maximale Flexibilität bei der späteren Berufswahl.

Hinzu kommt, dass Estland zu den digital fortschrittlichsten Ländern der Welt zählt. Das Gesundheitssystem ist modern aufgestellt, und die Universität Tartu genießt in internationalen Rankings einen hervorragenden Ruf. Nicht zuletzt ist Tartu als Kulturhauptstadt Europas 2024 ausgezeichnet worden. Die Stadt bietet also weit mehr als nur ein gutes Studium.

Vorteile auf einen Blick

  • Kein NC, kein MedAT – Aufnahme über Aufnahmetest, Motivationsschreiben und Interview
  • Vollständige EU-Anerkennung des Abschlusses in Österreich und allen EU-Ländern
  • Internationales Lehrumfeld auf Englisch
  • Vergleichsweise günstige Lebenshaltungskosten
  • Renommierte Universität in globalen Hochschulrankings
  • ECTS-Punkte ermöglichen Quereinstieg oder Anrechnung an österreichischen Unis

Die Universität Tartu – Medizinstudium an einer Weltklasse-Hochschule

Das Herzstück des Medizinstudiums in Estland ist die Universität Tartu. Sie wurde im Jahr 1632 gegründet und ist damit die älteste und größte Hochschule des Landes. Ihre medizinische Fakultät zählt laut verschiedenen internationalen Rankings zu den besten ein Prozent der Universitäten weltweit – ein Gütesiegel, das nicht selbstverständlich ist.

Die Universität Tartu ist für ihre innovative, praxisnahe Forschung im medizinischen Bereich bekannt. Ein großes Netz internationaler Kooperationen ermöglicht Studierenden zudem attraktive Austauschprogramme, etwa über Erasmus+ – unter anderem mit Universitäten in Berlin, Greifswald, Hannover und Kiel.

Das englischsprachige Medizinstudium ist ausschließlich an der Universität Tartu möglich. Jährlich werden zum Wintersemester (Beginn September) rund 24 Studienplätze für das englischsprachige Programm vergeben. Diese begrenzte Gruppengröße ist bewusst gewählt: Sie ermöglicht intensiven Kleingruppenunterricht, enge Betreuung durch die Lehrenden und ein starkes Gemeinschaftsgefühl unter den Studierenden.

Die praktische Ausbildung findet im kooperierenden Lehrkrankenhaus in Tartu statt, das auf modernstem Niveau ausgestattet ist. Damit ist gewährleistet, dass Du als Medizinstudentin oder Medizinstudent von Beginn an klinische Erfahrungen in einem professionellen Umfeld sammelst.

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Studienstruktur – Wie ist das Medizinstudium in Estland aufgebaut?

Das Medizinstudium an der Universität Tartu ist ein integriertes Bachelor- und Masterstudium, das insgesamt sechs Jahre dauert. Es gliedert sich in zwei Hauptabschnitte.

Erster Abschnitt (Jahre 1–2): Medizinische Grundlagen

In den ersten beiden Jahren werden die wissenschaftlichen Grundlagen der Medizin gelegt. Die Studierenden lernen den Aufbau des menschlichen Körpers (Anatomie) und seine Funktionsweise (Physiologie) in der Tiefe kennen. Alle Lehrveranstaltungen – Vorlesungen und Seminare – finden ausschließlich auf Englisch statt.

Zweiter Abschnitt (Jahre 3–6): Klinische Ausbildung

Ab dem dritten Studienjahr verschiebt sich der Fokus zunehmend auf die klinische Ausbildung. Parallel zum englischsprachigen Unterricht übernimmt die estnische Sprache eine wichtigere Rolle, da die Kommunikation mit Patientinnen und Patienten in den Krankenhäusern auf Estnisch stattfindet. Deshalb ist Sprachunterricht in Estnisch von Anfang an fester Bestandteil des Studiums.

Nach erfolgreichem Abschluss aller Lehrveranstaltungen und Prüfungen erhältst Du den Titel Medical Doctor (MD) – ein international anerkannter akademischer Grad, der Dir den Zugang zur ärztlichen Berufstätigkeit in der EU öffnet.

Das ECTS-System als Vorteil

Alle Universitäten in Estland arbeiten mit dem European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS). Das ist für österreichische Studierende ein entscheidender Vorteil: Bereits absolvierte Kurse und bestandene Prüfungen können an österreichischen Universitäten angerechnet werden. Ein Wechsel zwischen Estland und Österreich – etwa nach dem Grundstudium – ist damit prinzipiell möglich.

Zulassungsvoraussetzungen – So bewirbst Du Dich

Für österreichische Bewerber gelten folgende Grundvoraussetzungen:

  • Allgemeine Hochschulreife (Matura) – dein Notendurchschnitt wird dabei nicht berücksichtigt
  • Nachgewiesene Englischkenntnisse (in der Regel B2 oder höher)
  • Bestandener BMAT-Aufnahmetest
  • Motivationsschreiben
  • Persönliches Aufnahmegespräch (Interview)

Das ist der entscheidende Unterschied zum österreichischen MedAT: Nicht der Notenschnitt entscheidet über eine Zulassung, sondern eine Kombination aus Testleistung, persönlicher Motivation und Kommunikationsfähigkeit.

Der BMAT-Test – Was wird geprüft?

Der BioMedical Admissions Test (BMAT) ist ein standardisierter Aufnahmetest, der Dein naturwissenschaftliches und mathematisches Grundverständnis, kritisches Denken sowie schriftlich-kommunikative Fähigkeiten prüft. Die Aufgaben sind im Multiple-Choice-Format gestellt. Die BMAT-Ergebnisse fließen mit 70 Prozent in die Bewerbungsentscheidung ein.

Wichtig: Die Testergebnisse müssen direkt vom Testcenter an die Universität Tartu gesendet werden. Selbst eingereichte Ergebnisse werden nicht akzeptiert.

Motivationsschreiben und Interview

Das Motivationsschreiben (Gewichtung: 15 Prozent) sollte Deine persönliche Motivation für den Arztberuf und die Wahl der Universität Tartu klar und überzeugend darlegen. Du kannst darin auch praktische Vorerfahrungen – etwa Pflegepraktika, Freiwilligenarbeit oder medizinische Ausbildungen – sowie Deine bisherigen Leistungen in den Fächern Biologie und Chemie erwähnen.

Das persönliche Interview (Gewichtung: 15 Prozent) dauert circa 15 Minuten und findet in der Regel im Mai statt. Es dient dazu, Deine Motivation zu vertiefend einzuschätzen und Deine Bereitschaft für ein Studium in einem anderen kulturellen Umfeld abzuklopfen.

Bewerbungsfristen

Die Bewerbungsphase startet im Januar und endet Mitte April. Da nur 24 Studienplätze für das englischsprachige Programm vergeben werden, empfiehlt es sich, die Bewerbung frühzeitig und sorgfältig vorzubereiten.

Kosten – Studiengebühren und Lebenshaltungskosten in Estland

Estland ist im europäischen Vergleich ein erschwingliches Studienland. Im Vergleich zu Österreich – wo die Lebenshaltungskosten laut Weltbank erheblich über dem globalen Durchschnitt liegen – ist das tägliche Leben in Tartu deutlich günstiger.

Studiengebühren

Das englischsprachige Medizinstudium an der Universität Tartu kostet 13.200 Euro pro Jahr. Das Programm auf Estnisch ist hingegen kostenfrei – für internationale Studierende, die kein Estnisch sprechen, ist das englischsprachige Programm jedoch die einzig realistische Option.

Lebenshaltungskosten

Die monatlichen Lebenshaltungskosten in Tartu sind im Vergleich zu österreichischen Universitätsstädten moderat:

  • Miete (WG-Zimmer): ab ca. 300 Euro pro Monat
  • Miete (Einzelwohnung): 200 – 500 Euro pro Monat
  • Studentenwohnheim: 80 – 190 Euro pro Monat
  • Lebenshaltung gesamt: ca. 600 – 900 Euro pro Monat (inkl. Miete, Essen, Freizeit)
  • Öffentlicher Nahverkehr Tartu: ca. 10 Euro pro Monat

Über das gesamte Studium von sechs Jahren gerechnet solltest Du – neben den Studiengebühren von 79.200 Euro – etwa 43.000 bis 65.000 Euro für Lebenshaltungskosten einkalkulieren.

Finanzierungsmöglichkeiten für österreichische Studierende

Für Österreicher bestehen mehrere Wege zur Studienfinanzierung:

  • Eigenersparnisse oder familiäre Unterstützung
  • Stipendien – österreichische Förderstellen, OeAD (Österreichischer Austauschdienst) und EU-Programme unterstützen beim Auslandsstudium
  • Auslands-BAföG (für in Deutschland gemeldete Personen) oder österreichische Studienbeihilfe
  • Bildungskredite privater und staatlicher Anbieter
  • Werkstudentenjobs – Nebenjobs sind neben dem Studium gut vereinbar und verschaffen wertvolle Praxiserfahrung

Sprache

Sprache – Englisch studieren, Estnisch lernen

Alle Lehrveranstaltungen des englischsprachigen Medizinstudiums in Tartu finden auf Englisch statt. Für österreichische Studierende, die oft über gute bis sehr gute Englischkenntnisse verfügen, stellt dies in der Regel keine größere Hürde dar.

Estnisch gehört zur finnisch-ugrischen Sprachfamilie und ist mit dem Finnischen eng verwandt – aber nicht mit deutschen oder romanischen Sprachen. Die Grammatik gilt als komplex. Dennoch: Estnisch-Unterricht ist fester Bestandteil des Curriculums, denn ab dem dritten Studienjahr und insbesondere im klinischen Alltag mit Patienten ist die Landessprache unerlässlich. Mit konsequentem Lernen und den angebotenen Sprachkursen – auch intensiv im Sommer – meistern jedoch viele internationale Studierende diese Herausforderung erfolgreich.

Englischkenntnisse reichen für den Studienalltag und das akademische Umfeld vollkommen aus. Für den sozialen Alltag in Tartu ist außerdem Russisch von Nutzen, da es insbesondere unter älteren Bevölkerungsschichten noch weit verbreitet ist.

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Anerkennung des Abschlusses in Österreich und der EU

Das ist die entscheidende Frage für jeden, der ein Medizinstudium im Ausland absolviert: Wird mein Abschluss anerkannt?

Da Estland Mitglied der Europäischen Union ist, wird der Medizinabschluss der Universität Tartu in Österreich und in allen anderen EU-Mitgliedsstaaten automatisch anerkannt. Die EU-Richtlinie 2005/36/EG zur Anerkennung von Berufsqualifikationen gewährleistet, dass Du Deinen ärztlichen Beruf nach dem Studium in Österreich ohne gesonderte Nostrifizierung ausüben kannst.

Das bedeutet konkret: Als Absolventin oder Absolvent der Universität Tartu kannst Du nach dem Studium in Österreich einen Antrag auf Eintragung in die Ärzteliste stellen und Deinen Beruf vollumfänglich ausüben. Gleiches gilt für Deutschland und alle anderen EU-Länder.

Auch ein Hochschulwechsel innerhalb des Studiums ist durch das ECTS-System erleichtert: Bereits angesammelte Credits können an österreichischen Medizinuniversitäten prinzipiell angerechnet werden, was einen Quereinstieg bei Bedarf ermöglicht.

Kurz zusammengefasst: Für österreichische Staatsbürger bietet ein Medizinstudium in Estland dieselbe EU-weite Berufsfreiheit wie ein Studium im Inland – bei gleichzeitig niedrigeren Zugangshürden.

Leben in Tartu – Die Studierendenstadt im Überblick

Tartu ist die zweitgrößte Stadt Estlands mit rund 100.000 Einwohnern und gilt als die lebendigste Studentenstadt des Baltikums. Sie wurde 2024 als Europäische Kulturhauptstadt ausgezeichnet – ein Titel, der das kulturelle Angebot und die internationale Ausrichtung der Stadt eindrucksvoll unterstreicht.

Die historische Altstadt von Tartu lädt mit ihrem gut erhaltenen Kopfsteinpflaster und charmanten Gassen zum Entdecken ein. Sehenswürdigkeiten wie die Engels- und Teufelsbrücke, der Pirogov-Park oder die Statue der küssenden Studenten vor dem Rathaus sind feste Anlaufpunkte. Mit rund 3.000 internationalen Studierenden an der Universität ist das soziale Umfeld bunt, weltoffen und mehrsprachig.

Das Studentenleben in Tartu ist abwechslungsreich: Neben Museen, Theatern und Ausstellungen gibt es eine rege Kneipenszenerie und zahlreiche Möglichkeiten, sich sportlich oder sozial zu engagieren. Wer sich ehrenamtlich einbringen möchte, findet in internationalen Studierendenvereinen schnell Anschluss.

Estland ist zudem eines der digital fortschrittlichsten Länder der Welt. Freies WLAN ist flächendeckend verfügbar, und das estnische Verwaltungssystem gilt als Vorbild für digitale Behördenleistungen. Auch als EU-Bürger ist die Einreise und Anmeldung unkompliziert.

Vergleich – Medizinstudium Estland vs. Österreich

Für eine fundierte Entscheidung lohnt ein direkter Vergleich der wichtigsten Eckdaten:

  • Zulassung Österreich: MedAT (Aufnahmetest), begrenzte Plätze, kein NC
  • Zulassung Estland (Tartu): BMAT, Motivationsschreiben, Interview – kein NC
  • Studienplätze Österreich: ca. 1.900 (2025, staatl. Unis)
  • Studienplätze Estland (engl.): 24 Plätze pro Jahr
  • Studiengebühren Österreich (staatl.): keine (geringe Studienbeiträge)
  • Studiengebühren Estland: 13.200 Euro/Jahr (englischsprachig)
  • Unterrichtssprache: Deutsch (AT) / Englisch + Estnisch (EE)
  • Studiendauer: 6 Jahre (beide Länder)
  • Abschluss: Dr. med. univ. (AT) / Medical Doctor MD (EE)
  • EU-Anerkennung: Ja (beide)

Fazit: Wer den MedAT mehrfach nicht bestanden hat oder gar nicht erst den Versuch unternehmen möchte, findet in Estland eine echte und gleichwertige Alternative – zu einem Preis, der durch die günstigen Lebenshaltungskosten zumindest teilweise kompensiert wird.

Fazit – Medizinstudium in Estland – eine echte Alternative

Das Medizinstudium in Estland an der Universität Tartu ist für österreichische Studierende eine ernstzunehmende, vollwertige Alternative zum Studium im Inland. Der Abschluss ist EU-weit anerkannt, das Lehrprogramm ist praxisnah und international ausgerichtet, und die Zulassung erfolgt ohne NC-Druck – dafür auf Basis von Leistungstest, Motivation und Persönlichkeit.

Die wesentlichen Herausforderungen sind die Studiengebühren von 13.200 Euro jährlich sowie die Notwendigkeit, Estnisch zu erlernen. Beides ist lösbar: Die Lebenshaltungskosten in Tartu sind moderat, Finanzierungsoptionen wie Stipendien und Bildungskredite stehen zur Verfügung, und der Estnisch-Unterricht ist fest in den Studienplan integriert.

Wer bereit ist, diesen Weg zu gehen, erwirbt nicht nur einen anerkannten Medizintitel, sondern auch internationale Erfahrung, exzellente Englischkenntnisse und ein globales Netzwerk – alles Qualitäten, die im modernen Arztberuf zunehmend gefragt sind.

Bereit für den nächsten Schritt?

Informiere dich frühzeitig über die Bewerbungsmodalitäten direkt auf der Website der Universität Tartu (ut.ee), bereite dich gezielt auf den BMAT-Test vor und starte deinen Weg zum Arztberuf – auch ohne österreichischen MedAT-Erfolg.

Medizinstudium in Estland – Unterstützung durch Agenturen

Anzeige: Wer den Weg Medizinstudium im Ausland gehen möchte, kämpft oft mit einem Dschungel aus Bewerbungsportalen, Sprachtests, Aufnahmeprüfungen und Behördengängen. Hier können spezialisierte Agenturen unterstützen, die sich ausschließlich auf das Medizinstudium im Ausland konzentrieren.

Ein Beispiel ist der Anbieter futuredoctor:

Er liefert einen ersten Überblick über geeignete Länder und Universitäten, bietet Hilfe bei der Auswahl passender Hochschulen sowie Begleitung zu Informations- oder Besichtigungsterminen vor Ort. Außerdem erhält man dort Unterstützung bei der Bewerbung und Aufnahmeprüfungen und Hilfe bei Wohnungssuche, Einschreibung und Behördengängen im Gastland.

Solche Dienstleister verfügen meist über ein gewachsenes Netzwerk und Erfahrung mit typischen Stolpersteinen beim Medizinstudium im Ausland. Das kann den Einstieg spürbar erleichtern – ersetzt aber nicht die eigene gründliche Recherche und Entscheidung.

Häufige Fragen

  1. Wird das Medizinstudium in Estland in Österreich anerkannt?
  2. Ja, vollständig. Da Estland EU-Mitglied ist und die Universität Tartu das ECTS-System nutzt, wird der Abschluss Medical Doctor (MD) in Österreich ohne gesonderte Prüfung anerkannt. Die ärztliche Berufszulassung kann nach Studienabschluss beantragt werden.

  3. Brauche ich für das Medizinstudium in Estland eine bestimmte Maturanote?
  4. Nein. Die Benotung der Matura spielt bei der Bewerbung keine Rolle. Entscheidend sind das Ergebnis im BMAT-Aufnahmetest (70 Prozent), das Motivationsschreiben (15 Prozent) und das persönliche Interview (15 Prozent).

  5. In welcher Sprache findet das Studium statt?
  6. Das englischsprachige Programm findet vollständig auf Englisch statt. Ab dem dritten Jahr spielt auch Estnisch eine wichtigere Rolle, da der klinische Alltag mit Patienten auf Estnisch stattfindet. Estnisch-Kurs ist im Curriculum integriert.

  7. Wie viele Studienplätze gibt es pro Jahr?
  8. An der Universität Tartu werden jährlich 24 Studienplätze für das englischsprachige Medizinstudium vergeben. Das Studium beginnt jeweils im September.

  9. Kann ich während des Studiums nach Österreich wechseln?
  10. Grundsätzlich ist ein Wechsel durch das ECTS-System erleichtert. Bereits absolvierte Kurse und Prüfungen können an österreichischen Universitäten anerkannt werden. Die genaue Anrechnung ist jedoch von der jeweiligen Zieluniversität abhängig und sollte vorab abgeklärt werden.

  11. Welche Gesamtkosten muss ich einplanen?
  12. Für das gesamte sechsjährige Studium sind folgende Kosten einzuplanen: Studiengebühren ca. 79.200 Euro sowie Lebenshaltungskosten von ca. 43.000 bis 65.000 Euro – also insgesamt grob 120.000 bis 145.000 Euro über die gesamte Studiendauer.

Medizinische und Rechtliche Hinweise
Wichtiger rechtlicher Hinweis für diesen Artikel
Redaktion
pA Medien Gmbh
pA Medien Gmbh
Redaktionsteam
Zuletzt aktualisiert: 29.04.2026

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