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Die medizinische Verwaltung bietet vielseitige Aufgabenfelder und attraktive Verdienstmöglichkeiten. Je nach Ausbildung, Qualifikation und Verantwortungsbereich können sich die Gehälter im Laufe der Karriere deutlich steigern. Besonders Spezialisierungen oder Führungsaufgaben führen zu höheren Entgeltgruppen und besseren Einkommen. Da es viele verschiedene Wege in dieses Berufsfeld gibt, unterscheiden sich auch die jeweiligen Gehaltsentwicklungen.
Welche Faktoren das Einkommen beeinflussen, wie hoch Ausbildungs- und Einstiegsgehälter sind und in welchen Berufen besonders gute Verdienstaussichten bestehen, zeigt der folgende Überblick.
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Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt in der medizinischen Verwaltung?
Die Verdienstmöglichkeiten in der medizinischen Verwaltung können von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst werden, darunter folgende:
- Bildung
- Qualifikation
- Berufserfahrung
- Region
- Tarifbindung
Einflussfaktor Qualifikation
Die Qualifikation ist häufig einer der ausschlaggebendsten Faktoren. Ein höherer Abschluss und Weiterbildungen führen in der Regel zur Übernahme von anspruchsvolleren Aufgaben und Tätigkeiten, die dann wiederum mit einer höheren Eingruppierung und mehr Gehalt belohnt werden.
In der folgenden Tabelle werden einige wichtige Berufe in der medizinischen Verwaltung sowie die jeweils notwendige Qualifikation kurz dargestellt:
| Beruf | Mediangehalt | Ausbildungsweg |
| Medizinische Verwaltungsassistenz | 2.100 Euro | Schulische Ausbildung |
| Drogist | 2.040 Euro | Duale Ausbildung |
| Pharmareferent | 1.900 Euro | Bachelorstudium (Humanmedizin, Pharmazie oder Ähnliche) |
| Pflegemanager | 3.200 Euro | Bachelorstudium (Pflegemanagement) |
| Case Manager | 3.791 Euro | Weiterbildung |
Tarifbindung und Berufserfahrung
Je nach Einrichtung können die Gehälter über Kollektivverträge geregelt werden. Dabei gibt es je nach Arbeitgeber und Branche unterschiedliche Vereinbarungen, die jedoch nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren: Die Beschäftigten werden in Entgeltgruppen eingestuft, können durch den Erwerb zusätzlicher Qualifikationen aufsteigen und steigen innerhalb der Gruppen stufenweise mit zunehmender Berufserfahrung.
Diese Kollektivverträge gelten für diese Berufsgruppe
Der Kollektivvertrag für pharmazeutische Fachkräfte richtet sich vor allem an pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte in Apotheken. Er legt fest, welche Mindestgehälter, Arbeitszeiten, Urlaubsregelungen und Zuschläge gelten. Die Einstufung richtet sich nach Ausbildung und Berufserfahrung. Mit wachsender Verantwortung, zusätzlichen Qualifikationen oder mehr Dienstjahren erfolgt ein Aufstieg in höhere Gehaltsstufen. Dadurch ermöglicht dieser Vertrag eine klare und faire berufliche Entwicklung innerhalb von Apotheken.
Der Kollektivvertrag für den pharmazeutischen Großhandel gilt für Angestellte in Betrieben, die Arzneimittel vertreiben. Hier regelt der Vertrag ebenfalls alle wichtigen Rahmenbedingungen des Arbeitsverhältnisses, wie etwa Gehalt, Sonderzahlungen oder Kündigungsfristen. Auch dieser Kollektivvertrag enthält eine Gehaltstabelle, in der beschrieben ist, wie Mitarbeitende eingestuft werden. Durch Weiterbildung und längere Betriebszugehörigkeit kann man schrittweise aufsteigen und ein höheres Einkommen erreichen.
Außerdem gibt es den Kollektivvertrag der Arbeitgebervereine, der für Beschäftigte in verschiedenen privaten und gemeinnützigen Gesundheits- und Sozialeinrichtungen gilt. Dieser Vertrag bestimmt unter anderem die Gehaltsordnung, Zulagen, Arbeitszeitmodelle und Pausenregelungen. Je nach Qualifikation und Verantwortung wird man in bestimmte Verwendungsgruppen eingeordnet. Mit mehr Erfahrung oder zusätzlichen Aufgaben kann man in eine höhere Gruppe vorrücken und so ein besseres Gehalt erzielen.
Medizinische Verwaltung – Gehalt in der Ausbildung
In die medizinische Verwaltung führen verschiedene Ausbildungswege. Viele Menschen starten mit einer kaufmännischen Ausbildung oder einer medizinischen Ausbildung und wechseln anschließend in administrative Tätigkeiten. Entscheidend sind organisatorische Fähigkeiten und grundlegendes medizinisches Verständnis.
Ausbildungsgehalt
Während der Ausbildung kann das Gehalt sehr unterschiedlich ausfallen. Es hängt davon ab, ob man eine schulische Ausbildung macht oder eine betriebliche Lehre absolviert. Bei einer rein schulischen Ausbildung gibt es meist kein Ausbildungsgehalt, während man in einer dualen Ausbildung im Betrieb in der Regel folgendes verdienen kann:
- 1. Ausbildungsjahr: 950 Euro bis 1.255 Euro
- 2. Ausbildungsjahr: 1.170 Euro bis 1.480 Euro
- 3. Ausbildungsjahr: 1.480 Euro bis 1.705 Euro
Das Ausbildungsgehalt ist sowohl von dem jeweiligen Beruf und der Einrichtung abhängig, als auch teilweise davon, ob man die Matura hat oder nicht.
Gehalt nach abgeschlossener Ausbildung
Nach dem Abschluss einer Ausbildung in der medizinischen Verwaltung eröffnen sich vielfältige berufliche Möglichkeiten. Die Gehälter variieren je nach Beruf, Erfahrung, Aufgabenbereich und Tarifvertrag, liegen jedoch häufig im Einstiegsbereich zwischen etwa 1.800 Euro und 2.100 Euro brutto pro Monat und können mit zunehmender Erfahrung, zusätzlichen Qualifikationen oder höherer Verantwortung deutlich steigen. Auch Tarifverträge der jeweiligen Arbeitgebervereine sehen höhere Gehaltsgruppen vor, in denen wesentlich höhere Monatsgehälter möglich sind.
Das Einstiegsgehalt für eine medizinische Verwaltungsassistenz liegt bei rund 2.100 Euro und kann mit Erfahrung auf etwa 2.590 Euro steigen. In höheren Gehaltsgruppen nach Kollektivvertrag sind sogar Gehälter zwischen 3.200 Euro und 6.200 Euro möglich.
Für Drogisten liegt der Einstieg bei etwa 2.040 Euro, später kann das Gehalt auf 2.446 Euro bis 2.936 Euro steigen. Laut Kollektivvertrag der Arbeitgebervereine sind ähnliche Gehaltsrahmen zwischen 2.303 Euro und 2.936 Euro vorgesehen.
Eine Pharmazeutisch-kaufmännische Assistenz (PKA) erhält ein Einstiegsgehalt von etwa 1.800 Euro. Nach dem Kollektivvertrag des Österreichischen Apothekerverbandes, Beschäftigungsgruppe 4, liegt das Gehalt zwischen 2.297 Euro und 3.723 Euro.
Diese Beispiele zeigen nur einen Ausschnitt der Möglichkeiten – das Berufsfeld der medizinischen Verwaltung bietet noch viele weitere Wege und Karrierechancen mit attraktiven Gehaltsaussichten.
Mehr Informationen zu den jeweiligen Gehältern gibt es hier:
- Gehalt Medizinische Verwaltungsassistenz
- Gehalt Drogist
- Gehalt Pharmazeutisch-kaufmännische Assistenz (PKA)
Medizinische Verwaltungsassistenz Stellenangebote
Gehälter in der medizinischen Verwaltung mit Studium
Auch mit einem Studium kann man in der medizinischen Verwaltung Karriere machen. Besonders Studiengänge aus dem medizinischen oder wirtschaftlichen Bereich eröffnen vielfältige Einsatzmöglichkeiten, etwa in Krankenhäusern, Apotheken, Versicherungen oder im Gesundheitsmanagement. Wer sich akademisch spezialisiert, hat oft bessere Chancen auf leitende oder strategische Aufgaben.
Gehalt im Studium
Während eines Vollzeitstudiums erhält man in der Regel kein Gehalt, denn das Studium steht im Mittelpunkt. An öffentlichen Hochschulen fallen meist nur geringe Studiengebühren pro Semester an, jedoch ist man oft auf finanzielle Unterstützung wie Stipendien, Nebenjobs oder staatliche Hilfen angewiesen. Die Investition in ein Studium kann sich später jedoch deutlich im Einkommen widerspiegeln.
Gehalt nach Studienabschluss
Nach dem Abschluss eines Studiums eröffnen sich viele unterschiedliche berufliche Möglichkeiten in der medizinischen Verwaltung. Die Gehälter variieren je nach Studienrichtung, Aufgabenbereich, Erfahrung und Arbeitgeber. Einstiegsgelder liegen häufig zwischen etwa 1.900 und 2.950 Euro brutto pro Monat, wobei Hochschulabsolventen meist höher einsteigen. Mit zunehmender Erfahrung und Verantwortung können die Gehälter deutlich steigen; im Schnitt sind später rund 5.580 Euro möglich. Besonders attraktive Studienrichtungen sind Pharmazie, Humanmedizin, Pflegemanagement, Gesundheitsmanagement oder Public Health. Mit diesen Studiengängen sind beispielsweise folgende Berufe möglich:
Für Pharmareferenten ist entweder ein einschlägiges Studium wie Pharmazie oder Humanmedizin erforderlich, alternativ kann eine spezielle Pharmareferentenprüfung abgelegt werden, die ebenfalls an Hochschulen angeboten wird. Das Einstiegsgehalt liegt je nach Qualifikation zwischen etwa 1.900 Euro und 2.950 Euro, später sind durchschnittlich rund 5.580 Euro möglich.
Der Berufseinstieg für Pflegemanager liegt bei etwa 3.200 Euro, im Median steigen die Gehälter auf rund 3.800 Euro. Laut Kollektivvertrag der Arbeitgebervereine sind für diese Position Gehälter zwischen 3.705 Euro und 5.015 Euro vorgesehen.
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Weiterbildung in der medizinischen Verwaltung
Weiterbildungen spielen in der medizinischen Verwaltung eine wichtige Rolle, denn sie vermitteln zusätzliche Kenntnisse und spezialisierte Fähigkeiten. Wer sich weiterqualifiziert, kann anspruchsvollere Aufgaben übernehmen und mehr Verantwortung tragen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf das Gehalt aus.
In vielen Kollektivverträgen bedeutet die Übernahme komplexerer Tätigkeiten einen Aufstieg in eine höhere Entgeltgruppe mit besserer Bezahlung. Ein Beispiel: Eine diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegeperson (DGKP) verdient durchschnittlich etwa 3.400 Euro brutto. Mit einer passenden Weiterbildung kann daraus eine Position wie Sachbearbeiter im Gesundheitswesen werden, die mit rund 3.627 Euro vergütet wird.
Auch Fortbildungen wie Case Management oder Care Management eröffnen neue Karrierewege und machen den beruflichen Alltag abwechslungsreicher. In Leitungspositionen wie der Pflegedienstleitung können Pflegekräfte ihr Gehalt auch auf durchschnittlich auf etwa 4.260 Euro monatlich erhöhen.
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Berufe mit Top-Verdienstmöglichkeiten
In der medizinischen Verwaltung gibt es Tätigkeiten, die besonders gut bezahlt werden. Dazu zählen vor allem Positionen mit hoher Verantwortung, spezialisierten Kenntnissen oder Führungsaufgaben. Wer ein Studium abgeschlossen hat oder sich gezielt weiterbildet, kann in Leitungspositionen wechseln und so deutlich mehr verdienen.
Auch Tätigkeiten im Management von Kliniken, im Qualitäts- oder Projektmanagement sowie in der Pharma-Branche bieten attraktive Gehaltschancen. Diese Berufe zeigen, dass sich Engagement und Qualifikation in der medizinischen Verwaltung langfristig wirklich lohnen können. In der folgenden Tabelle werden ein paar Beispiele für Berufe mit hohen Mediangehältern dargestellt:
| Beruf | Einstiegsgehalt | Mediangehalt |
| Pflegedienstleitung | 3.000 Euro | 4.260 Euro |
| Pharmareferent | 1.900 Euro | 5.580 Euro |
| Risikomanager Gesundheitswesen | 3.620 Euro | 6.590 Euro |
| Gesundheitsmanager | 3.620 Euro | 6.590 Euro |
Passende Jobs
Passende Jobs im medizinischen Bereich gibt es bei Medi-Karriere. Hier gibt es Jobs als Pharmareferent, Stellenangebote als Medizinischer Verwaltungsassistent und DGKP-Jobs.
Häufige Fragen
- Wie hoch ist das Gehalt eines medizinischen Verwaltungsassistenten?
- Wie hoch ist das Gehalt im Bereich Krankenhausverwaltung?
- Was verdient eine Bürokraft beim Arzt?
- Was verdient man in der Patientenverwaltung?
Medizinische Verwaltungsassistenten verdienen je nach Erfahrung meist zwischen 2.100 und 2.600 Euro brutto pro Monat. Mit Spezialisierungen oder mehr Verantwortung sind höhere Entgeltgruppen möglich.
In der Krankenhausverwaltung liegen die Gehälter je nach Tätigkeit, Qualifikation und Kollektivvertrag meist zwischen 2.300 Euro und 3.500 Euro brutto. Leitungsfunktionen oder spezialisierte Bereiche können deutlich mehr verdienen.
Eine Bürokraft in einer Arztpraxis erhält in der Regel zwischen 1.900 Euro und 2.400 Euro brutto monatlich. Erfahrung, Praxisgröße und Zusatzaufgaben können den Verdienst erhöhen.
In der Patientenverwaltung bewegt sich das Gehalt meist zwischen 2.200 Euro und 2.900 Euro brutto. Mit Berufserfahrung, Verantwortungsbereichen oder Weiterbildung sind höhere Gehaltsstufen möglich.




