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Therapeutische Berufe sind eine wichtige Stütze des Gesundheitssystems. Sie erlauben eine Regeneration nach Verletzungen, die Behandlung psychischer Erkrankungen oder das aktive Erleben des Alltags. Zu den therapeutischen Berufen zählen unter anderem die Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie und die Psychotherapie. Alle wichtigen Informationen über den Weg zu den verschiedensten Therapieberufen gibt es hier im Überblick.
Das Wichtigste in Kürze
Therapeutische Berufe erlernt man vorwiegend über ein Studium: Musiktherapie, Psychologie, Psychotherapie, Ergotherapie oder Physiotherapie sind beliebte Studiengänge. Alle bisherigen Ausbildungsberufe sind akademisiert worden. Einzig im Bereich Massage finden sich Weiterbildungsmöglichkeiten, für die kein Studium erforderlich ist.
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Therapeutische Berufe – Voraussetzungen
Die therapeutischen Berufe in Österreich sind überwiegend akademisch geprägt. Neben einem Bachelor-Studium ist häufig auch ein aufbauender Master notwendig. Daran können sich beispielsweise in der Psychotherapie weitere Ausbildungs- und Weiterbildungsschritte anschließen. Aufgrund der Akademisierung ist die abgeschlossene Reifeprüfung (Matura) oder ein vergleichbarer Abschluss Voraussetzung für einen Einstieg in den Großteil der therapeutischen Berufe.
Weiterhin sollten Interessierte körperlich und psychisch belastbar sein und keine gesundheitlichen Einschränkungen aufweisen, welche die Berufsausübung verhindern können. Das muss meist durch ein ärztliches Attest im Verlauf der Ausbildung oder der Berufszulassung nachgewiesen werden. Insbesondere bei Berufen mit Verantwortung für vulnerable Patientengruppen ist dieser Punkt von Bedeutung.
Bewerber müssen mit einer leeren Strafregisterbescheinigung ihre strafrechtliche Unbescholtenheit nachweisen. Das dient dem Schutz von Patienten und dem öffentlichen Vertrauen. Zudem sind sehr gute Deutschkenntnisse für die Kommunikation im Team und mit den Patienten notwendig. Wurde der Abschluss im Ausland erreicht, müssen teilweise Sprachkenntnisse nachgewiesen werden.
Ausbildungsberufe in anderen Berufsfeldern des Sozialwesens findest Du hier:
Therapeutische Berufe – Berufe mit Ausbildung
Klassische Ausbildungsberufe gibt es im therapeutischen Berufsfeld nicht. Die Ausbildung um Physiotherapeut wurde 2006 akademisiert, die zum Psychotherapeut nun 2026. Bis 2038 soll der Übergang zum neuen akademischen System abgeschlossen sein. Angehende Psychotherapeuten, welche ihre Ausbildung im bisherigen Ausbildungssystem begonnen haben, sollen diese bis zu diesem Jahr abschließen können.
Therapeutische Berufe – Berufe mit Studium
Therapeutische Berufe mit einem akademischen Abschluss sind staatlich reglementiert. Nach dem Studium ist eine eigenständige therapeutische Tätigkeit mit der entsprechenden Berufsverantwortung möglich. Die Berufsbezeichnungen sind in diesem Fall geschützt, das heißt, dass nur Menschen mit dem absolvierten fachlichen Studium sich “Therapeut” in diesem Bereich nennen darf.
Die Ergotherapie fördern die Handlungsfähigkeit von Menschen in Alltag, Beruf und Freizeit durch gezielte therapeutische Interventionen bei körperlichen, psychischen oder kognitiven Einschränkungen. Das Bachelorstudium zum Ergotherapeuten fokussiert sich auf medizinische Grundlagen und vor allem auf die Rehabilitation, auf die Pädiatrie, Psychiatrie und Geriatrie. Weitere Inhalte sind Handlungs- und Betätigungsorientierung, sowie Hilfsmittelversorgung und Alltagstraining.
Ein Psychotherapeut behandelt psychische Erkrankungen, Leidenszustände und Verhaltensstörungen mittels wissenschaftlich anerkannter psychotherapeutischer Methoden im Rahmen einer therapeutischen Beziehung. Das neue Modell ab 2026 setzt ein Bachelorstudium in Psychologie mit anschließendem Masterstudium in Psychotherapie voraus. Nach dem Master folgt die praktische Ausbildung mit abschließender Approbationsprüfung. Der Abschluss qualifiziert zur Eintragung auf die Psychotherapeutenliste.
Damit gehen seine Befugnisse über die beratende und diagnostizierende Funktion eines Psychologen hinaus. Hier wiederum gibt es die Unterscheidung zwischen dem Gesundheitspsychologen und dem Klinischen Psychologen. Während Gesundheitspsychologen Interventionen zur Förderung von Gesundheit und Prävention von Krankheiten entwickeln, arbeiten Klinische Psychologen an der Bewältigung von psychischen Erkrankungen, wie Depressionen oder Angststörungen. Klinische Psychologen dürfen dabei Diagnosen stellen und Behandlungen durchführen. Ihre Studienzeit ist etwa zwei Jahre länger als die von Gesundheitspsychologen.
Wer als Physiotherapeut arbeiten möchte, gelangt seit 2006 nur noch über ein Bachelorstudium in diesen Beruf. Physiotherapeuten fördern die Schmerzreduktion, sowie die weitestgehende Wiederherstellung der Bewegungsfähigkeit und Selbstständigkeit nach einer Erkrankung oder einem Unfall. Musiktherapeuten behandeln vorwiegend Menschen mit somatisch, emotional, intellektuell oder sozial bedingten Verhaltensstörungen. Ziel der Therapie ist es, den bedingten Verhaltensstörungen und Leidenszuständen zu verringern.
Weitere Informationen zu den Berufen findest Du hier:
Rechtlicher Hintergrund
Die Berufe Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Diätologie und Psychotherapie sind in Österreich gesetzlich geregelte Gesundheitsberufe mit geschützter Berufsbezeichnung. Ihre Ausbildung, Berufsberechtigung und Berufsausübung sind im MTD-Gesetz (Physio-, Ergo-, Logo- und Diätologie), im Psychotherapiegesetz sowie ergänzend im Gesundheits- und Krankenpflegegesetz geregelt. Die Berufsausübung ist nur nach abgeschlossenem Studium und Eintragung in ein gesetzlich vorgesehenes Berufsregister zulässig. Therapeutische Tätigkeiten erfolgen eigenverantwortlich innerhalb der jeweils definierten Kompetenzen, teilweise auf ärztliche Anordnung. Nicht-reglementierte Therapie- oder Beratungsangebote unterliegen nicht dem Gesundheitsrecht und dürfen keine medizinische Krankenbehandlung durchführen.
Therapeutische Berufe – Berufe mit Weiterbildungen
Weiterbildungen im Bereich der therapeutischen Berufe umfassen vorwiegend Spezialisierungen innerhalb der eigenen Tätigkeit. Allerdings gibt es auch Sonderausbildungen. Dazu zählt insbesondere der Bereich Massage.
Während Heilmasseure ihre Tätigkeit auch freiberuflich ausüben können, werden Medizinische Masseure ausschließlich im Angestelltenverhältnis im Rehabilitationsbereich eingesetzt. Beide tragen dazu bei, die Schmerzen ihrer Patienten zu lindern. Während Heilmasseure Therapien und Anwendungen nach ärztlicher Anordnung eigenständig durchführen dürfen, therapieren Medizinische Masseure ausschließlich unter ärztlicher Anweisung und Aufsicht. Ein Gewerblicher Masseur hingegen darf ausschließlich gesunde Personen auf deren Wunsch hin behandeln.
Weitere Informationen zu den Weiterbildungen gibt es hier:
Therapeutische Berufe – Quereinstieg
Ein Quereinstieg in das therapeutische Gebiet ist aufgrund der Akademisierung schwierig. Dennoch gibt es einige kurze Ausbildungen oder interne Schulungen, welche die Mitarbeit in psychosozialen Einrichtungen ermöglichen. Das sind beispielsweise die Beschäftigung als Betreuer, Assistenz oder Sozialbegleitung. Keiner dieser Berufe berechtigt jedoch zur aktiven Durchführung von Therapien.
Entscheidungshilfe: Passt das Berufsfeld zu mir?
Menschen, die Freude an der Arbeit mit anderen Personen haben und sich für Gesundheit sowie Kommunikation begeistern, sind in diesem Feld gut aufgehoben. Ein hohes Durchhaltevermögen ist jedoch gefragt, genauso wie eine körperliche und psychische Eignung für den Beruf. Empathie ist eine essentielle Fähigkeit, um therapeutische Berufe auszuüben.
Passende Jobs im Gesundheitswesen
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Häufige Fragen
- Welche therapeutischen Berufe gibt es?
- Wie viel verdient man in therapeutischen Berufen?
- Wer darf sich als Therapeut bezeichnen?
Zu den gesetzlich geregelten therapeutischen Berufen in Österreich zählen Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Diätologie und Psychotherapie. Sie sind eigenständige Gesundheitsberufe mit klar definiertem Tätigkeitsfeld und geschützter Berufsbezeichnung. Daneben existieren therapienahe Weiterbildungen (zum Beispiel Medizinische Massage) sowie nicht-reglementierte Angebote wie Beratung oder komplementäre Methoden, die rechtlich klar abzugrenzen sind.
Das Einkommen variiert stark je nach Beruf, Berufserfahrung, Anstellungsform und Bundesland. Angestellte Therapeuten verdienen brutto grob zwischen etwa 2.800 und 4.200 Euro pro Monat bei Vollzeit, im öffentlichen Dienst oft nach Kollektivvertrag. Selbstständige Einkommen können darüber oder darunter liegen und hängen von Auslastung, Kassenzulassung und Spezialisierung ab.
Die Bezeichnung „Therapeut“ ist rechtlich nicht allgemein geschützt, wohl aber die konkreten Berufsbezeichnungen wie Physiotherapeut oder Psychotherapeut. Diese dürfen nur nach abgeschlossener gesetzlich anerkannter Ausbildung bzw. Studium und entsprechender Registrierung geführt werden. Nicht-reglementierte Anbieter dürfen keine Krankenbehandlung durchführen und müssen ihre Tätigkeit klar von Gesundheitsberufen abgrenzen.




